Kategorie: 2026

  • Demo-Route 2026

    Die voraussichtliche Route der Demonstration wird am O-Platz in Kreuzberg beginnen und am Südstern enden:

    Oranienplatz → Oranienstr. → Wiener Str. → Glogauer Str. → Pannierstr. → Sonnenallee → Weichselstr. → Karl-Marx-Str. → Hermannplatz → Hasenheide → Südstern.

  • Freiheit · Frieden · Solidarität:

    Weil wir nicht vergessen haben, wofür der 1.Mai da ist!

    Frieden? Für wen eigentlich?

    Während in Berlin Waffenverbotszonen eingeführt werden, produziert im Wedding eine neue Fabrik Waffen für den Export in alle Welt. Während die Bundesregierung von Frieden spricht, treibt sie die Aufrüstung voran – allein 100 Milliarden Sondervermögen für die Kriegswirtschaft, während nur in Berlin im vergangenen Jahr über 13.000 Haushalten Strom bzw. Gas abgestellt wurde. Sozialabbau im Namen der Landesverteidigung. Kriegstüchtigkeit statt Menschentüchtigkeit.

    Der Imperialismus ist kein Gespenst. Der Imperialismus ist blutige Gegenwart. Er ist der Angriffskrieg gegen Rojava, der die kurdische Befreiungsbewegung zerschlagen soll. Er ist die monatelange Bombardierung des Gazastreifens und der Genozid an der palästinensischen Zivilbevölkerung. Er ist die Missachtung des internationalen Völkerrechts beim Überfall auf Venezuela und der Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran und Libanon. Er ist die Gewaltherrschaft des Regimes im Iran genauso wie die Bomben, die im Namen von Demokratie und Freiheit abgeworfen werden und die nun den gesamten Nahen Osten in Flammen setzen. Er ist die deutsche Außenpolitik, die Waffen liefert, wo sie Profite erwartet, und schweigt, wo Völkerrecht mit Füßen getreten wird.

    Aber der Imperialismus ist nicht nur dort, er ist auch hier – mitten unter uns. Die Wehrpflicht-Debatte ist keine ferne Drohung. Sie ist die Ankündigung, uns bzw. unsere Kinder in Kriege zu schicken, die einzig und allein den Geschäftsinteressen der Konzerne dienen. 

    Doch auch immer mehr Frauen und LGBTI+ sehen sich mit steigender Gewalt konfrontiert. Während in Deutschland fast jeden Tag eine Frau durch die Hand eines Mannes ermordet wird, zeigt die deutsche Klassenjustiz: Der Staat schützt uns Frauen und LGBTI+ nicht! Stattdessen sollen wir zu Gebärmaschinen der Interessen des deutschen Kapitals gemacht werden, um ihnen noch mehr Kanonfutter für ihre Kriege liefern zu können. 

    Die Militarisierung der Gesellschaft ist längst im Gange und im neuen Polizeigesetz von Berlin in neues Recht gegossen – Überwachung, Präventivhaft, Eingriffe in Grundrechte. Ein Gesetz, das sich gegen uns richtet. Gegen die Klasse, die sich wehrt.

    Freiheit? Wessen Freiheit?

    Die Freiheit, sich zu versammeln, wird eingeschränkt. Das Versammlungsrecht wird angegriffen, palästinasolidarische Demos kriminalisiert und Parks werden zu No-go-Areas erklärt. Der Görlitzer Park wird nachts geschlossen und Jugendlichen ein weiterer öffentlicher Raum entzogen, an dem sie sich in einer ansonsten durchkommerzialisierten Welt treffen konnten. Und das nur deshalb, weil eine durchgedrehte Clique um Kai Wegner, ihre Law-and-Order-Fantasien durchsetzen wollen. Wegnahme von Raum. Wegnahme von Sichtbarkeit.

    Gleichzeitig werden diejenigen kriminalisiert, die sich wehren. Die Verfahren in Düsseldorf und Dresden gegen Antifaschist:innen sind kein Betriebsunfall. Sie sind Strategie. Maja hat sich gewehrt und sitzt jetzt in Ungarn. Die »Ulm5« sitzen seit acht Monaten in Untersuchungshaft, weil sie palästina-solidarisch sind. Wer Gaza beweint, wird zur Gefahr erklärt. Wer Genozid benennt, wird verfolgt.

    Das ist die Freiheit, die der Staat meint: Freiheit für Racial Profiling, Überwachung, Abschiebungen und Polizeigewalt. Freiheit für Kapital, Geschäfte und den Warenverkehr. Aber keine Freiheit für uns.

    Solidarität? Mit wem?

    Während Milliarden in Aufrüstung fließen, wird dort gespart, wo Solidarität notwendig wäre. Frauenhäuser werden gekürzt, obwohl die Zahl der Femizide steigt. Sozialprogramme werden gestrichen, während Armut und Unsicherheit wachsen. Jugendliche erleben eine Politik, die ihnen vor allem eines anbietet: Disziplin, Kontrolle und im Zweifel den Dienst an der Waffe, um am Ende für Merz und Blackrock im Schützengraben zu landen. 

    Doch Solidarität entsteht nicht von oben. Sie entsteht dort, wo Menschen beginnen, sich gemeinsam zu organisieren.

    In den Betrieben.
    In den Schulen.
    Auf der Straße.

    Darum kämpfen wir am 1.Mai genau auf jenen Straßen für soziale Rechte, feministische Kämpfe und internationale Solidarität, denn der Hauptfeind steht im eigenen Land.

    Nicht in Moskau, nicht in Teheran, nicht in Washington – sondern hier. In den Konzernzentralen, in den Ministerien, in der Waffenfabrik von Rheinmetall im Wedding.

    Die Zukunft ist nicht festgeschrieben. Sie wird von Menschen gemacht.

    Darum kämpfen wir gegen Krieg und Imperialismus.

    Darum kämpfen wir gegen Repression, Polizei und Knast.

    Darum kämpfen wir für soziale Rechte, feministische Kämpfe und internationale Solidarität.

    Für eine Welt ohne Kriege, ohne Zäune und ohne Ausbeutung.

    Wir lassen uns nicht vertreiben. Weder aus den Parks, noch aus den Kiezen, noch aus der Geschichte.

    Auf die Straße – am 1. Mai, 18 Uhr, Oranienplatz! 

    Für Freiheit. Frieden. Solidarität.

    Bündnis Revolutionäre 1. Mai-Demonstration

  • Heraus zum 1. Mai – auf in den Anarchistischen Block!

    Wir rufen auf zur Teilnahme am Anarchistischen Block auf der Revolutionären 1. Mai Demo, denn die Zeiten sind hart und die Lage ernst!

    Wir müssen unserer Wut über die Zustände Luft verschaffen und Gründe um wütend zu sein gibt es mehr als genug:

    Repression gegen Anarchist*innen und Linke Bewegung

    Die Welle an Razzien vom 24.03. hat uns einmal mehr gezeigt mit welcher Willkür und Gewalt der deutsche Staat gegen unsere Bewegung vorgeht. Die Repressionen gegen Anarchist*innen und Linke Bewegungen generell verschärfen sich Weltweit immer weiter. Antifa-Ost auf der Terror-Liste der Trump-USA, Kontosperrungen, eingeknastete Antifas, Berufsverbote und brutale Repression gegen die Pro-Palästinensische Bewegung mit tausenden Anzeigen. All das zeigt uns aber auch, dass wir den Staat da treffen, wo es wehtut. Lasst uns also weiter widerständige und selbstorganisierte Strukturen aufbauen, um die Maschinerie jedes Staates zu zerschlagen.

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  • Antifa in die Offensive

    Antifa steht zusammen

    Als antifaschistische Bewegung werden wir kriminalisiert und sind von Repression betroffen. Gegen Antifaschist:innen laufen derzeit Prozesse in Düsseldorf, Stuttgart-Stammhein und Dresden. Den Angeklagten wird vorgeworfen, Faschist:innen angegriffen oder Rüstungsunternehmen sabotiert zu haben. Hinzukommt, dass Maja illegal nach Budapest verschleppt worden ist und dort in einem Schauprozess zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Antifaschismus lässt sich weder verbieten noch einsperren. Er ist politischer Grundpfeiler einer Welt ohne Unterdrückung, Ausbeutung und Herrschaft.

    Antifa heißt Free Palestine

    Antifaschismus endet nicht an Grenzen. Wir sind Internationalist:innen und solidarisieren uns mit unseren Genoss:innen weltweit – in Rojava, im Iran, im Sudan, in Palästina und überall. Ohne eine klare internationalistische, antikoloniale und antigenozidale Position kann es keine konsequente antifaschistische Bewegung geben.

    Antifa kämpft gegen politische Verfolgung

    In Deutschland werden palästinasolidarische Menschen, die gegen den Genozid in Gaza protestierten, vom Staat angegriffen und kriminalisiert. Manche haben ihre Lohnarbeit verloren, andere wurden diskreditiert, verurteilt oder von Bullen schwer verletzt. Auch Aktivist:innen aus der kurdischen Bewegung werden unter dem Vorwand verurteilt, sie seien Mitglied einer terroristischen Organisation. Repression trifft zuerst migrantisierte und aus der Arbeiter:innen-Klasse stammende Menschen. Politisch will der Staat uns erdrücken, vereinzeln und mundtot machen. Wir stehen zusammen gegen ihre Repression.

    Antifa ist Feminismus

    Patriarchale Unterdrückung ist nach wie vor Alltag – in der Schule, in der Familie oder am Arbeitsplatz. Femizide sind nur die Spitze der durch antifeministische und transfeindliche Hetze angestachelten Gewalt. Das Patriarchat hat viele Gesichter: Niedriglohn, Altersarmut und Besitzdenken sind einige davon. Im Kampf gegen patriarchale Gewalt und antifeministischem Verhalten darf es keine Kompromisse geben – auch nicht innerhalb unserer Strukturen.

    Antifa bedeutet Solidarität

    In Berlin kann der Eindruck entstehen, dass Antifaschist:innen in der Überzahl sind. Doch bereits auberhalb des Rings sieht das anders aus. Solidarität muss gelebt werden. Unsere Genoss:innen brauchen für ihre gute Arbeit Unterstützung vor Ort. Gemeinsam müssen wir dem Faschismus etwas entgegensetzen.

    Antifa heißt Selbermachen

    Während rechte Ideologie normalisiert wird, sind angebliche „Brandmauern nichts wert im Kampf gegen die AfD und den sie umgebenden Sumpf aus „Neuen Rechten“ und völkischen Faschistinnen. Im Gegenteil: Eine CDU steht der AfD kaum nach. An der Regierung sorgt Merz dafür, dass unsere Klasse weiter verarmt, die Überwachung ausgebaut wird, Geflüchtete rassistischen Repressalien ausgeliefert sind sowie erkämpfte Rechte von FLINTA – und queeren Menschen beschnitten werden.

    Schulter an Schulter gegen Faschist:innen auf der Straße und im Parlament.

    Gegen Angriffe auf unsere Klasse. Für die inhaftierten Antifaschist:innen und für alle politischen Gefangenen weltweit.

    Für ein gutes Leben für alle.

    Kommt am 1. Mai in den antifaschistischen Block! In die Offensive!

    Wir sind alle Antifa – auf der Straße, im Untergrund oder im Knast.

  • Gegen die Gesamtscheiße! Rein in den antiautoritären Block!

    Wir feiern das Leben, die Rebellion und die Befreiung

    Heraus zum Revolutionären 1. Mai 2026, 18 Uhr, O-Platz, Berlin-Kreuzberg

    Weg damit:
    Wehrpflicht, Militarisierung und Kriegsregime. Feminizide, Männlichkeit und Patriarchat. Nationalismus, Faschismus und AfD. Wasserprivatisierung, Autobahnausbau und Klimakatastrophe. Regierende Bürgermeister, Zäune und nächtens geschlossene Parks. Autoritarismus, Dogmatismus und scheinbar einfache Wahrheiten. Angriffe auf Rojava, Krieg in der Ukraine und Genozid in Gaza. Racial Profiling, »kriminalitätsbelastete Orte« und neue Polizeigesetze. Finanzielle Kürzungen, Demontage des Sozialstaats und der restliche Monat am Ende des Geldes. Gefangennahme von Cilia Flores mit Ehemann, von Antifaschist*innen und unserer langjährigen Nachbarin Daniela Klette. Private Wohnungsunternehmen, steigende Energiekosten und hohe Mieten. Merz, Pistorius und alle anderen da oben. Alles Würg!

    Wann, wenn nicht wir?
    Wir finden das Leben viel zu interessant, um es für all das herzugeben. Deshalb soll die ganze Scheiße zerfallen, wie es einst Karl Marx formulierte, und dazu werden wir beitragen. Wir spielen nicht mit, wir rebellieren, wir widersetzen uns. Wir verweigern uns den auferlegten Pflichten. Wir desertieren aus diesen Verhältnissen. Wir brechen aus und nehmen uns am Ersten Mai die Straße. Denn wenn schon die Gegenwart verloren ist, so wollen wir doch die Zukunft erobern.

    Wer, wenn nicht hier?
    Mit Zehntausenden werden wir am Abend des 1. Mai in Berlin zur jährlich größten Manifestation der radikalen Linken zusammenkommen. Uns eint unsere Unzufriedenheit mit dem Bestehenden und der Widerspruch zum Herrschenden, das kein Versprechen mehr für uns hat. Mit rebellischer Munterkeit laden wir zu einem Block auf der revolutionären 1.Mai-Demo alle ein: Wütende und Traurige, Lohnabhängige und vermeintlich Überflüssige, Kind und Kegel, Schlawinerinnen und Rabauken, Militante und die gesamte Bagage. In unserer Vielfalt finden wir die Einheit.

    Wo, wenn nicht jetzt?
    Wir wissen zu gut: Wer Besseres will, muss das Falsche angreifen. Deshalb brauchen wir nicht nur Überzeugungen. Wir brauchen Mut. Und Entschlossenheit. So wird es uns gelingen, am Ersten Mai einen weit über unseren Kiez hinaus sichtbaren kollektiven Mutausbruch zu organisieren. Dafür brauchen wir euch und all eure Freund*innen mitsamt eurem Widerspruchsgeist. Bringt außerdem Symbole, Schilder und andere Gegenstände eurer Verweigerung mit. Die Form wird den Inhalten ein Gesicht geben.

    Wir werden das, was wir denken, sagen. Wir werden das, was wir sagen, tun. Wir werden das, was wir tun, dann auch sein.
    Der Erste Mai wird der Anfang einer aufregenden Zeit. Wir sehen uns danach schon wieder Ende Mai bei Ende Gelände im Ruhrpott, im Juli bei den Aktionstagen gegen die Rüstungsproduktion in Berlin-Wedding und im September bei Rheinmetall Entwaffnen in Köln und Hamburg. Schließlich wird die Pyramide der Macht – wie wir es von den Zapatistas gelernt haben – in Flammen aufgehen.

    Glück und Befreiung liegen nicht am Ziel, sondern auf unserem Weg. Kommt mit uns in den rebellischen, antiautoritären Block gegen die Gesamtscheiße.

    Freitag, 1. Mai, 18 Uhr, O-Platz.

    Voilà tout.

    Ende Gelände Berlin, Rheinmetall Entwaffnen Berlin, Interventionistische Linke und Freund*innen

  • Revolutionärer 1. Mai zieht am Görli vorbei: »Kein Zaun hält ewig«

    Der Park ist zu. Gegen den Willen von Anwohnerinnen und Anwohnern, gegen den Willen der Besucherinnen und Besucher, ja selbst gegen den Willen des Bezirks verfügt der Berliner Senat nun endgültig, dass der Görlitzer Park ab dem 1. März nachts geschlossen wird, so eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Verkehr, Mobilität und Umwelt. Monatelange Proteste und auch eine Klage konnten die Law-and-Order-Fantasien des Regierenden Bürgermeisters nicht verhindern.

    Das wollen wir nicht unbeantwortet lassen. Aus diesem Grund wird die Route der diesjährigen Revolutionären 1. Mai-Demo vom Oranienplatz über die Wiener Straße, direkt am Görlitzer Park vorbeiführen und dann werden wir sehen, was Stahl und Beton gegen den Widerstand von Zehntausenden so alles aushalten kann.

    Oder um es poetisch auszudrücken: Keine Mauer steht für immer, kein Zaun hält ewig und auch diese Ordnung ist auf Sand gebaut.


    Die vollständige Presseerklärung findet sich hier:
    https://1maiberlin.noblogs.org/presse/