Presse 2026


Pressekontakt (für Pressevertreter*innen)
Revolutionäres 1.Mai-Bündnis
Ansprechpartnerin: Rosa Hikmet u.a.
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Presseerklärung vom 02.05.2026, 0:30 Uhr

Frieden, Freiheit, Solidarität – über 30.000 Teilnehmer:innen auf 1. Mai Demonstration in Berlin

Auch dieses Jahr zog es wieder weit über 30.000 Menschen zur traditionellen 18 Uhr Demonstration in Berlin auf die Straße. Für Frieden, Freiheit, Solidarität und vor allem gegen Militarismus, Aufrüstung, Wehrpflicht, Sozialabbau und Überwachung protestierten die Teilnehmenden in einem mehrere Kilometer langen Zug. Den Auftakt machte ein Konzert vom Bund der Kommunist:innen mit den Acts Amewu, Kkuba102, Antifuchs, Tape Head & Noni und Ildiko. Danach begann die Demonstration mit sieben unterschiedlichen Blöcken gegen Krieg, Wehrpflicht, Rassismus und Faschismus, für Feminismus, Sozialismus und Internationalismus. Auf Höhe des Görlitzer Parks schloss sich ein achter Block, der sich gegen die geplante Umzäunung des Stadtparks richtete, der Demonstration an. Die Kreuzberger Straßen waren am zeitigen Abend so voll mit Feiernden und Demonstrierenden, dass die Ordner:innen stellenweise Probleme hatten, die Demo zusammenzuhalten. Dadurch sind zeitweise große Lücken entstanden, die sich aber im weiteren Verlauf wieder schlossen und alle 8 Blöcke in den späten Abendstunden den Südstern erreichten.

Trotz zwischenzeitlichen Wartezeiten war die Stimmung durchweg gut und kämpferisch, es waren Sprechchöre wie „Die Reichen wollen Krieg – die Jugend eine Zukunft!“ zu hören, Forderungen wie „Nein zum Krieg“, „Rheinmetall entwaffnen – keine Waffenfabrik im Wedding“ und „Free Palestine“ fanden sich auf zahlreichen Schildern und Transparenten wieder.

Rosa Hikmet, Sprecherin des revolutionären Bündnisses, erklärt: „Auch dieses Jahr war die Demonstration wieder ein voller Erfolg! Es ist uns gelungen einen Rahmen zu schaffen, in dem die Wut und der Zorn von über 30.000 Menschen Ausdruck finden konnte. Wir haben gemeinsam ein unübersehbares Zeichen gesetzt, dass es auch in diesem Land noch Widerstand gegen die herrschende Politik gibt, dass bei Weitem nicht alle einverstanden sind mit der Kriegstüchtigmachung der Gesellschaft und dass wir diesen, trotz ständig steigendem Repressionsdruck, weiter auf die Straßen tragen werden!“.

Revolutionäres 1. Mai Bündnis Berlin


Presseerklärung vom 21.04.2026

In Erwägung, dass wir in Zeiten leben, in denen ein US-Präsident ungestraft mit der Auslöschung einer ganzen Zivilisation drohen und zusammen mit Israel einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg vom Zaun brechen kann, wobei unsere eigene Regierung nur schweigend danebensteht und die „Drecksarbeit“ mit Waffen und Geld unterstützt und anderswo austragen lässt, haben wir beschlossen, dass wir eine solche Regierung nicht länger anerkennen.

In Erwägung, dass wir in Zeiten leben, in denen imperialistische Groß- und Kleinmächte die Konkurrenz um ihre Einflussbereiche immer blutiger austragen und vor allem der westliche Imperialismus wahllos um sich schlägt, die USA nach belieben Länder überfällt, Israel einen Genozid an den Palästinenser:innen verübt, seine Nachbar:innen terrorisiert und ethnische Säuberungen durchführt, haben wir beschlossen, dass wir diesen Mächten unsere Unterstützung entziehen.

In Erwägung, dass wir uns aufgrund der Kriege und Krisen, in die uns die herrschenden Politiker:innen und Eliten treiben das Leben nicht mehr leisten können, haben wir beschlossen, der Bevölkerung an dieser Stelle mitzuteilen, dass alles, was sie zum leben braucht, immer nur eine Glasscheibe und einen Steinwurf entfernt vorhanden ist. Auch wollen wir mitteilen, dass die Anzahl der Ordnungskräfte endlich ist und diese nicht überall sein können. Wenn die herrschende Politik zum Beispiel der Meinung ist, unsere Demonstration bewachen zu lassen, dann können die Ordnungskräfte nicht woanders sein. Das gilt es zu bedenken.

In Erwägung, dass wir in Zeiten leben, in denen kommunale Spitzenverbände Einsparungen in Milliardenhöhe im Sozialbereich vereinbaren während gleichzeitig die Rüstungsausgaben steigen und Ölkonzerne sowie Milliardäre Milliardengewinne einstreichen, haben wir beschlossen, dass wir uns eine solche Politik und solche Milliardäre nicht mehr leisten können.

In Erwägung, dass wir in Zeiten leben, in denen auch in Deutschland durch die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die zunehmende Militarisierung, die ausufernden Rüstungsausgaben und die zunehmende Propaganda immer offener zum Krieg gerüstet wird, haben wir beschlossen, die Waffen, mit denen sie uns ausstatten wollen, umzudrehen und auf diejenigen zu richten, die uns in den Krieg schicken wollen.

In Erwägung, dass wir in Zeiten leben, in denen die herrschende Politik immer mehr auf Aggression, Abschottung und Abschreckung setzt, ob an den tödlichen Außengrenzen Europas oder auf lokaler Ebene im Görlitzer Park, haben wir beschlossen den Zaun um den Görlitzer Park als Symbol dieser verfehlten Politik zu betrachten und diesen zu beseitigen.

In Erwägung, dass wir von der jetzigen Ordnung, dem jetzigen Wirtschaftssystem und der jetzigen Politik nichts zu erwarten haben, außer ein immer schlechteres Leben, haben wir beschlossen, dass wir dieses schlechte Leben dankend ablehnen.

In Erwägung aber, dass die herrschende Ordnung und die Staatsmacht, die diese Ordnung aufrechterhält, uns dann eben mit Gewalt und Repression bedroht, haben wir beschlossen, das schlechte Leben mehr zu fürchten als diese Repression.

In Erwägung, dass die herrschende Ordnung und die herrschende Politik immer mehr auf Gewalt und Eskalation setzt und eine andere Sprache gar nicht mehr versteht, haben wir beschlossen, dass es legitim ist, wenn man diese Gewalt und Eskalation nun umdreht und gegen diese Politik selbst wendet.

In Erwägung, dass wir nur einen Ausweg haben, die kommende Barbarei zu verhindern, rufen wir alle auf, sich unseren Forderungen anzuschließen und mit uns am 1. Mai auf die Straße zu gehen.

Für Frieden, Freiheit, Solidarität! Heraus zum revolutionären 1. Mai!


Presseerklärung vom 01.04.2026

Freiheit, Frieden, Solidarität – Weil wir nicht vergessen haben, wofür wir am 1. Mai kämpfen!

Ein breites Bündnis ruft in diesem Jahr am Kampftag der Arbeiter*innen zur revolutionären 1.Mai-Demonstration in Berlin auf. Unter dem Motto „Freiheit. Frieden. Solidarität“ wird die Demonstration um 18 Uhr am Oranienplatz beginnen und durch Kreuzberg und Neukölln führen. 

Solidarität und Widerstand gegen Krieg, Kriminalisierung und Krise stehen in diesem Jahr im Zentrum: Der Kampf für Frieden heißt Widerstand gegen die sich ausbreitenden Angriffskriege im Iran und Libanon, den anhaltenden Genozid in Gaza, dem Austragen von Kriegen um Ressourcen und Macht auf dem Rücken von arbeitenden Menschen weltweit.

Frieden heißt Unterstützung für globale Befreiungskämpfe statt imperialen Interessen. Frieden heißt Widerspruch gegen Krieg und Aufrüstung, gegen Militarisierung nach außen wie nach innen.

Im Namen der Zeitenwende werden unsere Mitschüler*innen, Geschwister, Kinder und Nachbar*innen der Wehrpflicht ausgesetzt, jeder Widerspruch mundtot gemacht. In migrantischen Arbeiter*innenvierteln wie dem Berliner Wedding oder Köln-Kalk werden Fabriken umgebaut, um Munition zu produzieren, für Waffen, die weltweit morden und am Ende nur Aktionären von Deutschland bis in die Golfstaaten Profite bringen.

Den Kampf für Freiheit verstehen wir als Freiheit für die politischen Gefangenen, Antifaschist*innen und palästinasolidarischen Aktivist*innen, die wie Maja T. und den Ulm5 völlig überzogenen Strafprozessen ausgesetzt sind und medial zur Schau gestellt werden. Bewegungsfreiheit angesichts eines mörderischen Asylsystems, das Hunderttausende in Abschiebehaft einsperrt und an den EU-Außengrenzen erschießen und ertrinken lässt. 

Freiheit im Sinne der Freiräume in unseren Kiezen, der Parks und Jugendzentren, die durch Sozialabbau und „Law and Order“ Politik geschlossen, überwacht und kaputtgespart werden. Gerade deshalb verläuft die Demonstrationsroute am Görlitzer Park und auf der Sonnenallee – gegen die massive polizeiliche Gewalt und Überwachung, die an beiden Orten herrscht. Freiheit auch von patriarchaler Gewalt hin zu Selbstbestimmung über unsere Leben und unsere Körper – unabhängig von Identitäten und Zuschreibungen. 

Solidarität nicht mit Staaten, Regierungen oder falschen Versprechen feministischer oder demokratischer Befreiung durch amerikanische Bomben Made in Germany, sondern mit den Unterdrückten weltweit – mit den Kämpfen um Befreiung von Patriarchat und kolonialer Ausbeutung, um ein Ende imperialer Kriege im Interesse des Kapitalismus. 

Solidarität in unserer Stadt, in unseren Kiezen, mit allen die weggespart, weggesperrt, überwacht und abgeschoben werden. 

Heraus zum 1.Mai!

Bündnis Revolutionärer 1.Mai

Alle Infos: https://1maiberlin.noblogs.org


Presseerklärung vom 27.02.2026

Freiheit, Frieden, Solidarität

Der Park ist zu. Gegen den Willen von Anwohnerinnen und Anwohnern, gegen den Willen der Besucherinnen und Besucher, ja selbst gegen den Willen des Bezirks verfügt der Berliner Senat nun endgültig, dass der Görlitzer Park ab dem 1. März nachts geschlossen wird. Dies erklärte zumindest eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Verkehr, Mobilität und Umwelt gegenüber dem RBB und bestätigt nur, dass sich die Clique um Kai Wegner durchgesetzt hat.

Monatelange Proteste und auch eine Klage konnten die Law-and-Order-Fantasien des Regierenden Bürgermeisters nicht verhindern.

Dabei spricht so einiges gegen den Zaunbau, allen voran die Kosten. So verschlang alleine der Bau rund 1,5 Millionen Euro, wobei zusätzlich noch rund 800.000 Euro pro Jahr als Überwachungskosten dazukommen. Schon jetzt müssen die Tore von Zivilpolizisten überwacht werden, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Was das den Steuerzahler wieder kostet?
Ein weiterer Kritikpunkt besteht darin, dass die sozialen Probleme wie Drogenhandel und Obdachlosigkeit, die es im Park unbestreitbar gibt, nur in die umliegenden Straßen verlagert werden, ohne sie im Kern zu lösen. Stattdessen wird eine weitere Freifläche entkommunalisiert und speziell Jugendlichen ein Ort genommen, an dem sie sich ohne kommerziellen Druck treffen konnten.

Doch um Argumente geht es dem Berliner Senat ohnehin nicht. Dieser will ein autoritäres Signal in die Gesellschaft senden und dabei ist der Görlitzer Park nicht zufällig ausgewählt worden. Als Ort mit Symbolcharakter für eine widerständige Kultur muss er nun als Testballon herhalten, um auch andere Freiflächen der Stadt unter Kontrolle zu bringen. Die Dystopie lässt grüßen, wenn zukünftig, auch im Rahmen des neuen Polizeigesetzes, Polizei und private Sicherheitsfirmen, unterstützt durch KI-Gesichtserkennung, öffentliche Räume kontrollieren. Insofern ist der Görlitzer Park nur ein weiteres Zeichen dafür, wie sich die Politik den Umgang mit den Herausforderungen der Neuzeit so vorstellt. Abschottung. Abgrenzung. Militarisierung. Überwachung. Gewalt. Wie im Kleinen so im Großen.

Das wollen wir nicht unbeantwortet lassen. Aus diesem Grund wird die Route der diesjährigen Revolutionären 1. Mai Demo vom Oranienplatz über die Wiener Straße, direkt am Görlitzer Park vorbeiführen und dann werden wir sehen, was Stahl und Beton gegen den Widerstand von Zehntausenden so alles aushalten kann.

Oder um es poetisch auszudrücken: Keine Mauer steht für immer, kein Zaun hält ewig und auch diese Ordnung ist auf Sand gebaut.

Herzliche Grüße
Revolutionäres 1. Mai Bündnis, 27. Februar 2026


Pressespiegel (Auswahl)

taz, 02.05.2026: Die Party ist nicht der Gegner

nd 02.05.2026: Revolutionär und hedonistisch

taz 01.05.2026: Revolte versinkt im Partykiez

taz 01.05.2026: Live-Ticker

Der Spiegel 01.05.2026: Wie die Berliner Polizei das Krawallrisiko in diesem Jahr einschätzt

junge Welt 30.04.2026: Was sagen Sie zum Raunen bürgerlicher Medien?

Berliner Morgenpost 30.04.2026: Diese Veränderung überrascht selbst die Polizei

dpa 30.04.2026: 5300 Polizisten am 1. Mai im Einsatz – mit Drohnenabwehr

taz 29.04.2026: Raver, vereinigt euch!

nd 28.04.2026: »Größtes Problem dieser Zeit ist die Frage von Krieg und Frieden«

taz 27.04.2026: Die ganze Scheiße soll zerfallen

junge Welt 24.04.2026: Was hat sich verändert?

nd, 23.03.2026: 1. Mai: Revolutionäre Kontinuität

BZ, 22.03.2026: Linksradikale drohen mit Attacke auf Görli-Zaun

correctiv, 10.03.2026: „Gegen die Gesamtscheiße“: Linke Szene mobilisiert für „Revolutionäre 1. Mai-Demo“

dpa/ntv, 27.02.2026: 1. Mai-Demonstration soll am Görlitzer Park vorbeiziehen